Detailansicht Pfirsichbaum

Gartengestaltung: Diese
Bäume passen zu Dir

Gartengestaltung mit Bäumen? Als Obstlieferant, Schattenspender oder Blickfang – es gibt viele Gründe, einen Baum in den Garten zu pflanzen. Doch nicht jede Baumart fühlt sich überall wohl.

Wir verraten Dir, worauf Du bei der Wahl des richtigen Baums achten solltest.

Baum mit Baumhaus vor blauem Himmel Baum mit Baumhaus vor blauem Himmel

Markanter Blickpunkt im Garten

Ein Baum ist ein Gestaltungselement, das die Optik Deines Gartens über viele Jahrzehnte prägen wird. Wer einen Baum pflanzen möchte, sieht sich einer riesigen Auswahl gegenüber.

Doch bevor Du Dich für eine Baumart entscheidest, solltest Du Dir über die Rahmenbedingungen im Klaren sein. Neben den Lichtverhältnissen und der Bodenbeschaffenheit am gewünschten Standort sind auch Deine persönlichen Vorstellungen und Erwartungen zu bedenken. Denn Du willst ja keinen Baum, der sich als zu groß oder zu klein für Deinen Garten herausstellt oder sogar nach kurzer Zeit eingeht, weil die Standortbedingungen seinen Bedürfnissen nicht entsprechen.

Im Folgenden findest Du Tipps, was Du bei der Auswahl des richtigen Baums für Deine Gartengestaltung beachten solltest und welche Exemplare besonders schnell wachsen.

Schubkarre steht neben Baum in großem Garten Schubkarre steht neben Baum in großem Garten

Den richtigen Standort auswählen

Im besten Fall hat Dein Garten ausreichend Fläche, sodass verschiedene Standorte mit unterschiedlichen Bedingungen in Frage kommen. Achte bei der Platzsuche darauf, was die Bäume am Wachsen hindern könnte. Denke auch daran, dass Du einen Mindestabstand zum Nachbargrundstück einhalten musst. Diese Vorgaben variieren von Bundesland zu Bundesland und sind dem jeweiligen Gartenrecht zu entnehmen. Dabei ist natürlich die Größe des ausgewachsenen Baums entscheidend.

Zu dicht gepflanzte Bäume können sich gegenseitig in ihrem Wuchs behindern. Hier ist der Mindestabstand von der jeweiligen Gehölzart abhängig. Wie groß hier der Unterschied sein kann, sieht man am Beispiel der Obstbäume. Während manche Exemplare – wie etwa ein Spalier-Apfelbaum – lediglich einen Abstand von zwei Metern benötigt, braucht ein Apfelbaum mit Hochstand gute zehn Meter Platz zum nächsten Baum. Bei Steinobstsorten mit Hochstamm können es gar bis zu zwölf Meter sein.

Kinder lehnen an einen Baum Kinder lehnen an einen Baum

Wie sind die Bedingungen in Deinem Garten?

Ist der richtige Standort für den Baum im Garten gefunden, musst Du die Rahmenbedingungen dort analysieren. Wie ist die Beschaffenheit des Bodens? Ist er eher trocken oder feucht, lehmig oder sandig, sauer oder arm an Nährstoffen? Auch die klimatischen Bedingungen sind entscheidend. Sonneneinstrahlung, Niederschlag, Wind und Temperatur solltest Du bei der Auswahl berücksichtigen.
Für lehmigen Boden eignen sich beispielsweise Quitte, Zierapfel oder Winterlinde. Hast Du einen sehr trocknen Boden, könnte zum Beispiel eine Zypresse in Deinen Garten passen.

Ist der Standort Einflüssen durch Tiere, Tausalze, Autoverkehr etc. ausgesetzt, sollte der Baum entsprechend unempfindlich dagegen sein. Als robust haben sich Hainbuche, Rotbuche, Winterlinde, Vogelbeere oder auch Schwarzkiefer erwiesen.

Heimische Sorten wie Apfelbaum, Ulme oder Ahorn haben meist bessere Chancen anzuwachsen, weil sie an unser Klima angepasst sind. Aber auch exotischere Arten wie Magnolie, Palmen oder die Japanische Schirmtanne können hierzulande gut gedeihen.

Draufsicht auf ein Kind, das einen Baum pflanzt Draufsicht auf ein Kind, das einen Baum pflanzt

Bäume pflanzen – auch das Warum ist wichtig!

Nicht zuletzt solltest Du Dir die Frage beantworten, was Du von Deinem Baum erwartest. Soll der Baum in Zukunft dem Nachwuchs zum Klettern dienen, eine Schaukel tragen oder gar ein Baumhaus? Dann suchst Du am besten einen kräftigen Baum mit entsprechendem Wuchs wie zum Beispiel Kiefer, Eiche und Ahorn aus. Soll er vor allem Schatten spenden, sind Arten mit einer schirmförmigen Krone wie die Schirmhainbuche, Schirmkastanie oder die Herbstblühende Schneekirsche optimal. Wenn Du eigene Früchte ernten möchtest, kommen Apfel, Birne oder auch ein Nussbaum in Frage.

Bäume im Vorgarten erfüllen meist einen repräsentativen Zweck. Baumpaare unmittelbar links und rechts vor dem Hauseingang haben sich hier bewährt. Arten mit Kugelschnitt oder natürlichem runden Wuchs verleihen dem Grundstück Eleganz. Spalierbäume wie Feldahorn und Hainbuche können Hausmauern verschönern.

Der richtige Standort
für jeden Baum

Steht nur wenig Raum zur Verfügung, sind kleine Bäume, schmalkronige und halbstämmige Arten eine gute Option.

Hierzu zählen viele Obstsorten – beispielsweise Aprikose, Holzapfel, Pflaume, Sauerkirsche oder Mispel –, kleine Nussbäume wie der Haselnussbaum, kleine Nadelbäume – zum Beispiel Bergkiefer oder Zwerglärche – und kleine Kugelbäume wie etwa Kugelahorn, Kugelesche oder Kugelkiefer.

Hast Du viel Platz, schaffen ausladende und große Bäume Großzügigkeit und sind ein schöner Blickfang.

Dazu zählen Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Esche, Fichte, Kiefer, Linde und Tanne.

Bis ein junger Baum seine volle Größe erreicht hat, kann es bei manchen Sorten mehrere Jahrzehnte dauern.
Möchtest Du nicht so lange warten, kannst Du auch auf schnellwachsende Bäume zurückgreifen.
Dies sind zum Beispiel Pappel, Platane, Sicheltanne, Waldkiefer oder auch Weide.
Allerdings solltest Du bedenken, dass die schnellwachsenden Gehölze oftmals „nur“ 50 bis 60 Jahre alt werden.

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