Ein Bienenschwarm versammelt sich als Schwarmtraube

Bienenschwärme
einfangen lassen

Es summt und brummt im Garten und an einem Baum wimmelt es von Bienen? Wahrscheinlich ist es ein geschwärmtes Bienenvolk, das sich als Schwarmtraube niedergelassen hat. Ein beeindruckendes Naturschauspiel! Am besten informierst Du direkt einen Imker, der die Bienen sicher einfängt. So bekommen sie ein neues Zuhause und können auch in Zukunft noch leckeren Honig produzieren.

Bienen unterwegs zu einem Bienenstock Bienen unterwegs zu einem Bienenstock
Bienen fliegen einen Bienenstock an

Es gibt kein eindeutiges Erkennungszeichen, um Bienenschwärme voneinander zu unterscheiden. „Nach dem Schwärmen sammeln die Bienen sich erst einmal in der Nähe von der ursprünglichen Behausung in einem Strauch oder an einem Baum in Form einer Schwarmtraube. Wenn man Glück hat, findet man seine Bienen dann noch“, erläutert Imker Frank Neuhaus.

Fun Fact: Nach dem sogenannten Schwarmrecht, das im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt ist, darf ein Imker bei der Verfolgung eines Schwarms fremde Grundstücke betreten. „Schäden muss man natürlich beheben. Der Schwarm gehört einem dann aber“, so Neuhaus.

Oft sind die Bienenvölker so groß, dass der Imker sie in mehreren Etappen einfängt. Wenn dabei immer wieder eine Traube übrigbleibt, ist die Königin noch auf freiem Fuß. Da sie Duft- und Botenstoffe (Pheromone) abgibt, bleiben die übrigen Bienen immer in ihrer Nähe.

Zum Einfangen bestäubt Neuhaus den Schwarm mit einem feinen Wasserstrahl: „Dadurch fällt er nach unten und fliegt nicht wirr durcheinander.“ Wenn er sicher ist, dass er die Königin gefangen hat, schüttet er das Volk in eine Zarge mit Rähmchen.

Zur Sicherheit bringt er das Volk an einen separaten Standort und schickt eine Probe der Futtervorräte in ein Analyselabor. Damit stellt Neuhaus sicher, dass das Volk seuchenfrei ist. Nun kann er es zu den anderen Völkern bringen.

Der Imker verwendet Rauch, um die Bienen zu beruhigen Der Imker verwendet Rauch, um die Bienen zu beruhigen

Sicheres Arbeiten als Imker

Bienen sind von Natur aus keine aggressiven Wesen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind daher nicht nötig, sagt Frank Neuhaus: „Die meiste Zeit imkere ich ohne Schutzkleidung. Ich setze die Tiere beim Arbeiten am Bienenstock nicht unter Stress, deswegen fühlen sie sich nicht von mir gestört. Einen Stich provoziert man eigentlich nur, wenn man unaufmerksam ist und schludrig arbeitet.“

Manche Imker setzen Rauch ein, um die Bienen zu beruhigen und dadurch die Arbeit am Bienenvolk zu erleichtern. Bei der Honigernte ist das jedoch nicht möglich, weil der Honig den Rauchgeruch annehmen würde.