Bienen im Bienenstock

Das passiert
im Bienenstock

Ein Bienenstock ist eine kleine Welt für sich. Hier kommt nicht nur der Honig her, hier lebt auch die Königin – und sorgt dafür, dass ihr Volk nicht ausstirbt.

Aufbau eines Bienenstocks

Bienenstock Aufbau

Als Bienenstock bezeichnet man die künstliche Nisthöhle, die der Imker einem Bienenvolk zur Verfügung stellt. Früher dienten hierzu etwa ausgehöhlte Baumstämme oder geflochtene Körbe. In diesen Behausungen kann der Honig jedoch nur geerntet werden, wenn ein Teil der Waben herausgeschnitten und dadurch zerstört wird.

In den heute üblichen Bienenstöcken können die Honigrahmen einfach herausgezogen und

Die Zeichnung zeigt die Einzelteile eines Bienenstocks, ein Klick auf die roten Punkte führt jeweils zu weiteren Erklärungen.

Das Zuhause der Honigbienen ist der Bienenstock. In der Natur findet er sich heutzutage kaum noch – deshalb halten Imker ihre Bienenvölker in sogenannten Beuten. Klassisch bestehen diese aus Holz, heute sind auch Bienenstöcke aus Kunststoff gebräuchlich.

Das Dach des Bienenstocks hat einen Belag aus Dachpappe oder Zink.

Der Bienenstock besteht aus bis zu fünf gestapelten Kisten aus Holz oder Kunststoff, sogenannten Zargen.

Darin befinden sich jeweils herausnehmbare Honigrahmen – diese bilden die Grundlage für den Bau der Waben und die Honigproduktion.

Der obere Bereich des Bienenstocks wird als Honigraum bezeichnet. Dort legen die Bienen in den Waben ihre Honig-Vorräte an.

Das Königinnen-Absperrgitter trennt den Brutraum vom Honigraum. Schmale Schlitze oder engmaschiger Draht hindern die Königin daran, ihre Eier auch im Honigraum abzulegen.

Die wesentlich kleineren Arbeiterinnen passen mühelos durch das Gitter.

Im Brutraum befinden sich hohe Holzrahmen mit Waben. Hier wird für den Nachwuchs der Honigbienen gesorgt.

In den Brutzellen findet die komplette Metamorphose der Bienen statt, also die Entwicklung vom Ei zur fertigen Biene.

Der Boden des Bienenstocks ist mit einem Flugloch mit Flugbrett versehen.

Das Flugbrett hat dabei mehr Aufgaben als die des reinen Ein- und Ausgangs. Dort kommunizieren Bienen beispielsweise mit den anderen Bienen des Volks und teilen ihnen mit, wo sie eine Nahrungsquelle gefunden haben.

Und wenn es im Brutraum einmal zu heiß werden sollte, fächeln Bienen vom Flugloch aus mit ihren Flügeln Luft ins Innere des Stocks.

Wer ist wer im Bienenstock?

Bienenkönigin des Bienenstocks Bienenkönigin des Bienenstocks

DIE KÖNIGIN

Sie ist deutlich länger als die Arbeiterinnen und hat einen langen, schlanken Hinterleib. Als einzige im Bienenstaat überlebt sie mehrere Jahre. Ihre Aufgabe ist es, den Staat zusammenzuhalten und für die Fortpflanzung zu sorgen.

Drohnen des Bienenstocks Drohnen des Bienenstocks

DIE DROHNEN

Sie haben größere Augen und wirken etwas plumper als die Arbeitsbienen. Ihre Aufgabe ist es für den Nachwuchs zu sorgen – sie begatten die Königin beim Hochzeitsflug. Danach werden sie aus dem Bienenstock gedrängt und verhungern.

Arbeitsbiene des Bienenstocks Arbeitsbiene des Bienenstocks

DIE ARBEITSBIENEN

Die große Mehrheit im Bienenstaat. Sie sind nicht viel größer als eineinhalb Zentimeter und wiegen den Bruchteil eines Gramms. Sie bauen die Waben, versorgen den Nachwuchs, bewachen den Bienenstock und sammeln Pollen und Nektar.

Vom Ei zur Biene in 21 Tagen

Bienenentwicklung im Bienenstock

Drei Wochen dauert die Entwicklung einer Biene. Dabei durchläuft sie vier verschiedene Phasen: Ei, Made, Puppe und schließlich das fertige Insekt. Diesen Prozess nennt man Metamorphose.

Die Zeichnung zeigt die einzelnen Stationen in der Entwicklung vom Ei zur Biene. Ein Klick auf die roten Punkte öffnet weitere Informationen.

Die Königin legt pro Tag bis zu 1500 Eier. das ist ganz schön viel.

Drei Tage später schlüpft die Larve.

Sie wird bis zu 150 Mal pro Tag mit Futtersaft, Honig und Pollen gefüttert.

Sechs Tage später hat die Larve das 1000fache ihres Geburtsgewichts. Man stelle sich das bei einem Menschenbaby vor...

Eine Arbeiterin verschließt die Zelle mit Wachs, die Larve verpuppt sich.

Innerhalb von zwölf Tagen wächst eine Biene heran.

Sie nagt sich durch den Wachsdeckel und schlüpft.