Mach Deinen Garten
zum Bienen-Paradies!

BAUHAUS engagiert sich gegen das Bienensterben. Und Du kannst das auch! Schon mit einfachen Mitteln kann man jeden Balkon oder Garten bienenfreundlicher gestalten. Wir verraten Dir, wie.

So gestaltest Du den Garten bienenfreundlich

Die Basics für den bienenfreundlichen Garten sind klar:

Es gibt aber noch ein paar weitere Möglichkeiten, Bienen zu unterstützen:

  • Eine Kräuterspirale bietet Bienen sowohl Nahrung als auch Unterschlupf zwischen den Steinen.
  • Efeu verleiht der Fassade nicht nur eine wildromantische Optik, sondern ist im Spätsommer und Herbst auch eine willkommene Pollenquelle für Bienen.
  • Obstbäume und Beerensträucher sind unverzichtbare Partner für die Bestäubung.
  • In den diversen Malven-Gattungen finden Bienen reichlich Pollen und Nektar – manche Arten übernachten sogar in den Blüten.
  • Ein Miniteich zieht zahlreiche Insekten an und bietet eine gern genutzte Wasserquelle.
  • Baumaterial für Nisthilfen: Wo Bienen kleine Steinchen, Pflanzenreste, Holzschnipsel, Lößlehm etc. vorfinden, nisten sie sich gern ein.
  • Du hast nur einen Balkon? Auch hier ist Sortenvielfalt angesagt – z. B. mit „Weißem Willi“, Kapuzinerkresse, Wandelröschen, Verbene und Fächerblume. Wer Platz hat, kann in direkter Nähe Nisthilfen anbringen.

Bevor Du bienenfreundliche Pflanzen bei Dir im Garten ansiedelst, findest Du idealerweise heraus, welche Bienen bei Dir überhaupt unterwegs sind. Nicht jede Bienenart besucht die gleichen Pflanzen. So kannst Du noch zielgerichteter für ein üppiges Angebot sorgen.

6 Sommerpflanzen, die Bienen Nahrung bieten:

Salvia nemorosa im bienenfreundlichen Garten Salvia nemorosa im bienenfreundlichen Garten

Garten-Blüten-Salbei

lateinischer Name: Salvia nemorosa

Aus dem Augenwinkel erinnern die violetten Blüten des Garten-Blüten-Salbei ein wenig an Lavendel. An dieser Pflanze haben nicht nur die Bienen lange Freude, sondern auch Hobbygärtner: Die Blütezeit dauert von Mai bis September. In dieser Zeit sorgt der Salbei für einen intensiven Farbtupfer. Er freut sich über einen sonnigen Standort und ist winterhart.

Gelber Sonnenhut im bienenfreundlichen Garten Gelber Sonnenhut im bienenfreundlichen Garten

Gelber Sonnenhut

Lateinischer Name: Rudbeckia fulgida

Mit leuchtendem Gelb macht der Gelbe Sonnenhut auf sich aufmerksam. Dabei ist die Pflanze besonders pflegeleicht. Sie freut sich über einen sonnigen Standort und blüht von Juli bis September. Keine Sorge vor kalten Temperaturen: Der Gelbe Sonnenhut ist winterhart.

Dahlia im bienenfreundlichen Garten Dahlia im bienenfreundlichen Garten

Dahlia

Die Dahlia kommt in vielen Farben und Blütenformen daher – hier findet jeder seine persönliche Lieblingsvariante. Insekten erfreuen die Dauerblüher auf dem Balkon und im Garten von Juni bis zum ersten Frost.
Im Winter sollten die Knollen der Dahlia aus dem Boden geholt und kühl und trocken überwintert werden.

Roter Sonnenhut im bienenfreundlichen Garten Roter Sonnenhut im bienenfreundlichen Garten

Roter Sonnenhut

Lateinischer Name: Echinacea purpurea

Der Rote Sonnenhut ist eine beliebte Garten- und Strukturpflanze für den sonnigen Standort. Mittlerweile ist der Name manchmal irreführend – es gibt auch Züchtungen mit weißen, gelben oder rosa Blüten.

Thymus vulgaris im bienenfreundlichen Garten Thymus vulgaris im bienenfreundlichen Garten

Garten-Thymian

Lateinischer Name: Thymus vulgaris

Thymian vermutet man normalerweise eher im Gewürzregal. Aber auch die Insekten erfreuen sich an dieser Kräuterpflanze – sie hat einen hohen Nektarwert. Und so nebenbei hat auch der Hobbygärtner etwas davon.

Sonnenblumen im bienenfreundlichen Garten Sonnenblumen im bienenfreundlichen Garten

Sonnenblume

Lateinischer Name: Helianthus anuus

Ihren Kopf neigt sie immer der Sonne entgehen, dabei ist sie ein idealer Pollenspender: Die Sonnenblume erfreut Insekten und Gärtner zwischen Juli und Oktober mit ihren leuchtend gelben Blüten.

Der beste Garten für Bienen:
In 6 Schritten zum Traumgarten für Insekten

1. Beton hat keine Blüten

Schon bei der Anlage des Gartens kannst Du die Weichen für einen insektenfreundlichen Garten stellen: Versiegelte lange Auffahrten, fernöstliche Steingärten oder ausgedehnte, kurz geschorene Rasenflächen sind Wüsten der Artenvielfalt und damit Gift für Bienen.

2. Bienen lieben Vielfalt

Kleine Hügel, Sand, Bruchsteine, Totholz, eine Fläche mit offenem Boden – sie alle schaffen Kleinstbiotope, die besonders für Wildbienen wertvoll sind. Jede Form von Monokultur ist zu vermeiden.

3. Wildwuchs zulassen

Gib Dir einen Ruck und lass einen kleinen Bereich Deines Gartens aktiv verwildern. Hier wird nicht gemäht und schon gar kein Pflanzenschutzmittel gespritzt.

4. Heimische Pflanzen bevorzugt

Pflanze bevorzugt heimische, nektarreiche Blüten bzw. Pflanzen wie Beerensträucher, Salbei, Blutweiderich, Astern, Nelken, Flieder etc.

5. Etiketten lesen

Vorsicht vor der chemischen Keule! Wenn Du im Garten gegen Schädlinge vorgehen musst – und das lässt sich nicht immer vermeiden – achte auf bienenverträgliche Produkte.
Wo immer möglich, kannst Du Nützlinge einsetzen: Die Wirkung von Marienkäfer, Schlupfwespe, Nematoden & Co. ist natürlich und nachhaltig!

6. Den Bienen ein Haus geben

Nisthilfen kann man kaufen oder selbst bauen.
Aber schon ein Haufen altes (Hart-) Holz wie etwa Abschnitte von der letzen Baumfällung, ist für Wildbienen ein willkommener Rückzugsort. Und nicht vergessen: Bienen brauchen Wasser in ihrer Umgebung!