Große Blaue Holzbiene auf Klee

Einheimische Wildbienen:
die Große Blaue Holzbiene

Wenn wir von Bienen sprechen, denken wir meist an die Honigbiene und sehen ein gelb-schwarz-gestreiftes Insekt vor unserem inneren Auge.

Dabei gibt es noch so viele andere Bienenarten! Als Insekt des Jahres bekommt die Mauerbiene in Deutschland gerade einiges an Aufmerksamkeit.

Eine weitere hier heimische Wildbiene ist die Große Blaue Holzbiene – sie fällt allein schon durch ihre untypische Optik auf. Wer sie entdeckt, spricht hinterher gern vom „großen, schwarzen Brummer“ und wundert sich, was er da für ein Rieseninsekt auf dem Balkon zu Gast hatte.

Einheimische Wildbienen: die Große Blaue Holzbiene Einheimische Wildbienen: die Große Blaue Holzbiene

So erkennst Du die Große Blaue Holzbiene

Die Große Blaue Holzbiene (auch nur „Große Holzbiene“ genannt) fällt schon durch ihre Körpergröße auf: Ihr Körper ist 20 bis 28 Millimeter lang – damit ist diese Biene eine der größten Bienenarten in Mitteleuropa.

Auch äußerlich ist die Holzbiene sehr auffällig: Sie erinnert vom Körperbau eher an eine Hummel als an eine Biene. Der Körper der Holzbiene ist tiefschwarz gefärbt, der Rücken ist grau. Auch die Flügel sind ungewohnt dunkel und schillern blau oder violett.

Einheimische Wildbienen: die Große Blaue Holzbiene Einheimische Wildbienen: die Große Blaue Holzbiene

Kann die Große Holzbiene stechen?

Ja. Aber, keine Angst: Gegenüber Menschen ist diese Wildbiene nicht aggressiv.

Wo lebt die Große Holzbiene?

Heimisch ist diese Wildbiene in Süd- und Mitteleuropa. Bis in die 80er-Jahre kam diese Wildbiene in Deutschland nur am Oberrhein vor, inzwischen hat sie sich hier großflächiger ausgebreitet.

Im Mittelmeerraum ist die Große Holzbiene eine der häufigsten Bienenarten.

Eine Große Blaue Holzbiene auf Lavendel Eine Große Blaue Holzbiene auf Lavendel

Welchen Lebensraum braucht die Große Holzbiene?

Sie mag es vor allem warm. Sie sucht sich meistens einen sonnigen Lebensraum mit vielen Blüten, zum Nisten bevorzugt sie Totholz. Deshalb findet man sie etwa in Parks, Gärten oder Streuobstwiesen am Rande von Wohngebieten.

Die Große Holzbiene ist ein standorttreuer Einzelgänger.

So lebt die Große Holzbiene

Bei vielen Wildbienenarten überleben nur die Weibchen den Winter. Bei der Großen Holzbiene ist das anders, auch die Männchen überwintern in Mauerspalten und an anderen geschützten Orten. Ende April findet die Paarung statt.

Anschließend beginnen die Holzbienen-Weibchen damit, ein Nest zu bauen. Dafür nagen sie sich in totes, aber noch festes Holz. In diese Brutröhre legen sie ihre Eier und Pollen für den Nachwuchs ab.