Verschiedene Küchenkräuter in der Nahaufnahme

Die 8 beliebtesten Küchenkräuter –
und wie Du sie richtig pflegst

Ob Rosmarin zur Kartoffel, Minze zur Kichererbse oder Dill zur Gurke: Küchenkräuter machen Dein Essen perfekt. Wir stellen Dir die beliebtesten Sorten vor – und zeigen Dir, wie Du sie am besten pflegst.

Nahaufnahme eines Basilikumstrauchs Nahaufnahme eines Basilikumstrauchs

Basilikum – Sommer in der Küche

Basilikum trägt nicht ohne Grund den Namen „Königskraut“: Sein süß-scharfes Aroma und sein intensiver Duft verleihen Frische pur.

Blätter abzupfen, über Tomaten- und Mozzarella-Scheiben streuen, genießen – welches Küchenkraut macht es Dir so einfach?

Besonders zu empfehlen ist Basilikum auch für Brotaufstriche, Dips sowie zu verschiedenen Pasta- und Tomatengerichten.

Dill liegt mit Gemüse auf Schneidebrett Dill liegt mit Gemüse auf Schneidebrett

Dill – ein Klassiker für Fisch und Salat

Sein leicht süßlicher Geschmack erinnert an das Aroma von Anis und passt perfekt zu Fisch wie z. B. Lachs oder Heilbutt.

Auch die Samen eignen sich als Gewürz und werden vor allem in der indischen Küche als Würzmittel für Salate und Brotaufstriche verwendet.

Bei uns sind Gurke und Dill, verfeinert mit Joghurt oder Quark, ein köstliches Team.

Petersilie liegt auf einem Schneidebrett Petersilie liegt auf einem Schneidebrett

Petersilie – Universalgewürz mit Tradition

Ob glatt oder kraus – der Platzhirsch unter den Küchenkräutern harmoniert aufgrund seiner dezenten Schärfe mit vielen anderen Küchenkräutern und liefert Dir obendrein ordentlich Vitamin C.

Das frische Grün begleitet Eintöpfe, Fleisch und Salate. Zudem verfeinert Petersilie Saucen, Brühen und Dips.

Auch zum Dekorieren ist Petersilie in vielen Küchen die erste Wahl.

Oreganoblätter liegen auf einem Haufen Oreganoblätter liegen auf einem Haufen

Oregano – Wilde Würze mit pfeffriger Note

Das „Muss“ für viele Nudelsaucen und kaum wegzudenken aus Pizza. Oregano oder auch „wilder Majoran“ ist im Geschmack herb-würzig und leicht pfeffrig.

Das Küchenkraut harmoniert mit Fisch und Suppen und entfaltet seine intensive Würze am besten im getrockneten Zustand. 15 Minuten mitkochen oder -garen, damit der Geschmack optimal zur Geltung kommt.

Rosmarinzweig liegt auf Holztisch Rosmarinzweig liegt auf Holztisch

Rosmarin – für Wild- und Kartoffelgerichte

Das einzige Küchenkraut mit Nadeln und durch sein ätherisches Aroma unverkennbar: Rosmarin hat eine lange kulinarische Tradition – in Schmorgerichten, zu Grillfleisch und -gemüse sowie Ofenkartoffeln.

Seine Blüten sind ebenfalls genießbar und eine hübsche Dekoration auf Salaten.

Detailaufnahme eines Schnittlauchstrauchs Detailaufnahme eines Schnittlauchstrauchs

Schnittlauch – fein-würzig zu Suppen und Saucen

Schon die alten Chinesen, welche die grünen Halme als „Juwel der Gemüsepflanzen“ bezeichneten, verwendeten Schnittlauchs zum Würzen ihrer Speisen.

Aufgrund seiner leichten Schärfe passt er hervorragend zu Suppen, Soßen und frischen Salaten.

Seine blau-violetten Blüten sind ebenfalls essbar.

Korianderstrauch liegt auf einem Tisch Korianderstrauch liegt auf einem Tisch

Koriander – mehr als ein Scharfmacher

Er macht häufig gemeinsame Sache mit der Chili und würzt asiatisch angehauchte Suppen und Currys.

Als frisches Kraut harmoniert er mit Möhren und Zucchini. Seine Körner geben Fleisch eine wärmende Würze, sollten jedoch vorher in der Pfanne geröstet werden.

Pizza mit Rucola Pizza mit Rucola

Rucola – von nussig bis bitter-scharf

Sein würziges Aroma kommt mitunter leicht scharf und bitter daher. Kein Wunder, hier ist Senföl im Spiel. Das gibt dem Rucola das gewisse Etwas als Begleiter zu Tomate, Möhren, oder auch Erdbeeren.

Auch als Pizzabelag ist Rucola sehr beliebt.

Achtung, unter dem Namen Rucola sind zwei verschiedene Pflanzenarten erhältlich: zum einen Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) und Garten-Rauke (Eruca vesicaria) – der mit den breiteren Blättern.

Pflegetipps
für Küchenkräuter

Der Standort

Vor allem in der Küche ist die Wahl des Standorts ausschlaggebend für eine lange Freude an Deinen Küchenkräutern. Nur bei ausreichendem Lichteinfall gedeihen Basilikum, Dill und Co.

Platziere Deine Anzucht- oder Pflanztöpfe oder gekauften Kräuter im Topf möglichst nah am Fenster. Auf diese Weise erhalten sie viel Helligkeit und können optimal wachsen.

Unser Tipp: Möchtest Du verschiedener Küchenkräuter züchten, stelle diese in zwei Gruppen – je nach Wasserbedarf – auf.

Auf dem Balkon oder im Garten bevorzugen Kräuter einen sonnigen Standort, der vor direktem Regen geschützt sein sollte.

Ein Beet an der Hauswand oder ein überdachtes Hochbeet sind perfekt geeignet.
Auch hier empfiehlt es sich, getrennt nach Gießbedarf zu pflanzen, damit überschüssiges Wasser der Pflanzen mit hohem Wasser-bedarf nicht zu den Wurzeln derjenigen Kräuter dringt, die weniger Feuchtigkeit bevorzugen.

Substrat und Boden

Handelsübliche Blumenerde ist für Küchenkräuter nicht geeignet – sie enthält zu viele Nährstoffe und verfügt üblicherweise über einen für Kräuter schädlichen Stickstoff-Anteil. Verwende besser Garten- oder Kräutererde, welche Du für eine bessere Wasserdurchlässigkeit mit ein wenig Sand vermischst.

Gießen und Düngen

Küchenkräuter sind pflegeleicht und genügsam. Kräuter, die Du im Garten oder auf dem Balkon gepflanzt hast, müssen lediglich in den heißen Sommermonaten gegossen werden. Bei Kräutern, die Du in der Küche aufgestellt hast, gilt: Halte die Erde grundsätzlich feucht, aber vermeide Staunässe. Lediglich bei schwachem Wachstum kannst Du mit ein wenig Flüssigdünger nachhelfen.

Schneiden

Küchenkräuter werden „automatisch“ geschnitten, wenn Du Blätter oder Stängel zum Kochen erntest. Kommt es jedoch vor, dass Deine Kräuterpflanzen zu üppig wachsen – beispielsweise, weil Du im Urlaub warst –, solltest Du diese zurückschneiden. Die abgeschnittenen Zweige kannst Du je nach Sorte trocknen oder einfrieren, um sie später zu verwenden.