Geranien:
Robuste Blütenpracht

Im Sommer stehen sie auf unzähligen Fensterbrettern, hängen an Balkonbrüstungen oder wachsen im Beet: Geranien sind eine der beliebtesten Sommerblumen. Dies verdanken sie neben ihrer langen Blütezeit sicherlich auch der Tatsache, dass sie recht pflegeleicht sind.

Was Du dennoch bei Geranien beachten solltest, verraten wir Dir hier.

Warum nennt man die Geranie auch Storchenschnabel?

Mit etwas Fantasie finden Gärtner in ihren Geranien einen Vogel: Der Fruchtstand erinnert entfernt an einen Kopf mit langem Schnabel. Darum heißt die beliebte Zierpflanze zu Deutsch auch Storchenschnabel.
Richtig heißt das, was wir „Geranie“ nennen, nämlich Pelargonie – vom griechischen Wort pélargos, zu deutsch: Storch.

Der botanische Gattungsbegriff Geranium hingehen geht auf das griechische „géranos“ (Kranich) zurück.

Woher kommt die Geranie?

Die Geranie ist mittlerweile auf der ganzen Welt beheimatet und kommt in der Arktis ebenso vor wie in Australien oder Südafrika. Und natürlich in überquellender Fülle auf süddeutschen oder österreichischen Balkonen.

Die meisten Wildformen der Geranie wachsen allerdings in Südafrika und Namibia.

In Mitteleuropa werden Geranien schon seit dem 16. Jahrhundert im Garten geschätzt, was damit seinen Anfang nahm, dass einige Arten als Heilpflanzen galten.
Heute lieben wir sie eher der Blüten wegen, die mit ihrer farbigen Pracht allemal Balsam für die Seele sind.

Welchen Standort bevorzugt die Geranie?

Kurz gesagt: In der Sonne. Egal, ob Hängegeranie oder aufrecht stehende Geranie: Diese Pflanze liebt es sonnig! Je mehr Sonne, desto besser. Und desto mehr Blüten.

Wie pflege ich meine Geranien am besten?

Geranien gelten als robust und sind wenig anfällig für Krankheiten oder Schädlinge – ein ideale Anfänger-Pflanze, die sich in Kübeln und Hängeampeln ebenso wohlfühlt wie in Rabatten oder im naturnahen Garten.
Allerdings sollten man sie erst nach den letzten Nachtfrösten im Mai im Freien auspflanzen und sparsam gießen.

Die Schwester der Geranie, die Erkältungen bekämpft

Eine Verwandte unserer Zier-Geranie ist die südafrikanische Kapland-Pelargonie. Die lila blühende Pflanze hat heilende Kräfte, die auch in Deutschland bekannt sind.

Der Extrakt aus den Pflanzenwurzeln wird von Medizinmännern der Zulu traditionell gegen Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts kennt man dieses pflanzliche Heilmittel auch in Europa. Bei uns trägt es den Namen „Umckaloabo“.