Tomaten richtig ausgeizen

Tomaten ausgeizen –
so geht's

Egal, ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten – Tomaten gehören für viele Hobby-Gärtner einfach zum Sommer dazu. Für ein ideales Wachstum sollten Tomaten rechtzeitig ausgegeizt werden. Wie es geht und was es bringt, verraten wir hier.

Tomaten richtig ausgeizen Tomaten richtig ausgeizen
Hier wurde nicht ausgegeizt: Den dünnen Trieb zwischen den beiden roten Tomaten hätte man besser entfernt.

Was ist ausgeizen?

Die meisten Tomatenpflanzen würden, wenn man sie lässt, viel zu groß und buschig werden und zu viele Blüten entwickeln. Dann hat die Pflanze aber irgendwann nicht mehr genug Kraft für die einzelnen Tomaten, Wasser und Nährstoffe reichen nicht aus... und man endet mit jeder Menge mickriger Tomätchen.

Wenn die Tomatenpflanze zu viele und zu dichte Blätter entwickelt, kommt auch nicht mehr ausreichend Sonne an die Tomaten. Das führt dazu, dass sie nicht richtig rot werden.

Um all das zu verhindern, sollten die Tomatenpflanzen nicht zu groß werden und nicht zu viele Blütenstände entwickeln. Pro Pflanze können maximal fünf bis sieben Blütenstände optimal reifen.

Alle weiteren sollten deshalb gekappt werden. Werden überzählige Blätter, Triebe und Blütenstände entfernt, spricht man vom „ausgeizen“. Diese Methode wendet man bei allen Tomatensorten an, die im Höhenwachstum nicht begrenzt sind.

Tomaten richtig ausgeizen

Brauche ich zum Ausgeizen Werkzeug?
Zum Entfernen der überflüssigen Triebe braucht man nur seine Hände. Mit der einen Hand wird die Pflanze festgehalten und stabilisiert, mit der anderen der Trieb einfach ruckartig herausgebrochen. Je jünger dieser Trieb ist, desto einfacher wird es. Außerdem vernarbt die Stelle an der Pflanze so auch schneller.

Bitte zum Ausgeizen kein Messer verwenden. So läufst Du Gefahr, Krankheiten zwischen den Tomatenpflanzen zu übertragen. Auch eine Schere ist ungeeignet, sie quetscht die Pflanze, bevor sie schneidet.

Was soll alles entfernt werden?
Weg können beispielsweise junge Triebe, die an den Blattachsen (beim Baum würde man es "Astgabel" nennen) von größeren Blättern oder Seitentrieben entstehen.
Entfernt werden können auch alle Blätter unterhalb des ersten Fruchtstands.

Durch regelmäßiges Ausgeizen ist sichergestellt, dass die Tomaten genug Wasser und Nährstoffe bekommen. Die Pflanze kann sich besser entwickeln – und die Sonnenstrahlen gelangen besser an die unteren Tomaten. Sie werden so schneller reif und sind weniger anfällig für Krankheiten.

Tipp: Wenn Du im Frühsommer Seitentriebe herausbrichst, kannst Du sie als Steckling verwenden und weitere Tomatenpflanzen daraus ziehen.

Übrigens: Tomaten machen sich auch gut in einem Hochbeet. Wie Du eins selbst bauen kannst, verraten wir Dir hier.