Blockbohlenhaus Schritt für Schritt
selbst aufbauen

Ganz einfach nach dem Baukastenprinzip. Blockbohlenhäuser werden als Bausatz geliefert und Schritt für Schritt zusammengebaut.

Die passgenau gefertigten Wandbauteile werden einfach zusammengesteckt. Der Fußboden und das Dach werden aufgenagelt oder geschraubt und die Tür wird nur noch endmontiert. Einfacher geht es nicht!

Nur Holzschutz- und Deckanstrich und eine dauerhafte Dacheindeckung muss man sich im Fachcentrum zusätzlich besorgen.

Gut strukturiert an den Aufbau Deines Gartenhauses

Jetzt wird es ernst. Der Bauplatz ist festgelegt, die Lieferung steht bevor. Was musst Du noch bedenken, wenn es an die Endmontage Deines Gartenhauses geht?

Vorspiel: das Fundament anlegen

Du bist gut beraten, wenn Du das Fundament für Dein Gartenhaus bereits deutlich vor der Lieferung des Bausatzes angelegt hast. Die Maße bekommst Du zusammen mit der Bauanleitung vorab im Fachcentrum.

Jetzt hast Du noch genug Zeit, den Baugrund zu befestigen, ein Streifenfundament anzulegen oder Fundamentsteine auszurichten. Hier ist genaues Arbeiten gefragt, denn jede Unebenheit am Grund potenziert sich im Aufbau der Wände um ein Vielfaches.

Wenn der Beton abgebunden hat und der Bausatz geliefert wurde, kannst Du bei schönem Wetter an die Montage gehen.

Anlieferung: auspacken und sortieren

Der Idealfall wäre, wenn Du den Blockhaus-Bausatz vom Lkw aus direkt am Bauplatz abladen könntest. Das wird aber nur selten der Fall sein. Am besten bewegst Du das mehrere Meter große Paket deshalb mit einem stabilen Anhänger über das Grundstück. Alle anderen brauchen kräftige Freunde.

In keinem Fall aber solltest Du den Bausatz, der komplett verpackt und vollständig ist, an der Bordsteinkante auseinanderreißen: Zu schnell könnten Einzelteile verloren gehen. Du schneidest das Paket also erst an der Baustelle vorsichtig auf und achtest dabei auf die Bauanleitung und den Aufkleber mit Garantie- und Herstellernummer.
Den solltest Du für spätere Rückfragen immer aufheben.

Danach sortierst Du alle Bauteile und ordnest sie nach Anleitung den einzelnen Schritten zu.

Immer wieder: die Bauanleitung!

Hältst Du Dich ganz strikt an die Anleitung, wird der Aufbau eine echte Erfolgsgeschichte. Sobald Du aber improvisierst oder unter Zeitdruck Deinem Bauchgefühl nachgibst, sind Baumängel unausweichlich.

Doch keine Sorge: Mit einem kompetenten Helfer ist Dein Häuschen an einem Wochenende fertig.

So baust Du Dein Blockbohlenhaus

Benötigtes Material:

  • Bläueschutz
  • Lasur
  • Dacheindeckung
  • Regenrinne und Fallrohr

Wichtiges Werkzeug:

  • Wasserwaage
  • Akkuschrauber/Holzbohrer
  • Hammer
  • Schraubendreher
  • Zollstock
  • Handsäge/Fuchsschwanz
  • Tischlerwinkel, Richtscheit

Unser Tipp:
Vermeide unnötige Sucherei und Laufstrecken durch gute Organisation: Lege beim ersten Sortieren der Lieferung die Einzelteile bereits an der richtigen Seite der Baustelle ab. Das spart später viel Zeit.

1

Kiesschicht als Basis aufbringen

Für ein Fundament aus Fundamentsteinen, wie es hier gezeigt wird, ist eine Kiesschicht die Basis.
Sie wirkt kapillarbrechend, sodass die Fundamentsteine im Winter nicht hochfrieren.

Die Kiesschicht ersetzt den Mutterboden bis auf festen, wasserdurchlässigen Grund und wird mit einer Harke zu einer waagerechten Fläche verteilt – ein Richtscheit oder eine Latte helfen beim ebenen Abziehen der Fläche.

2

Kiesfläche ebnen

Sobald die Kiesfläche eben ist, wird mit einer Wasserwaage und einem Richtscheit geprüft, ob sie auch in alle Richtungen waagerecht liegt.

Wenn der Kies-Unterbau dann perfekt ist, verdichtet man ihn noch einmal zusätzlich mit einer Rüttelplatte, die man sich im Fachcentrum mieten kann.

Anschließend sollte die Kiesfläche nur noch vorsichtig betreten werden, damit keine Unebenheiten mehr entstehen.

3

Fundamentsteine verlegen

Jetzt verlegt man die Fundamentsteine in einem Raster von höchstens 50 cm Achsabstand (Abstand von Steinmitte bis Steinmitte).

Liegen alle Steine an ihrem Platz, kontrolliert man mit der Wasserwaage die Ausrichtung zwischen den Steinen und diagonal über alle Steine hinweg, damit die Fundamenthölzer des Hauses am Ende in der Waage liegen.

4

Überprüfung Teileliste

Entferne die Folie und überprüfe sorgfältig, ob auch alle Artikel auf der Teileliste geliefert worden sind.
Sortiere die einzelnen Komponenten sauber an der Baustelle, das erleichtert die Arbeit später ungemein.

In der Verpackungsfolie findest Du einen Aufkleber mit der Hersteller- und Garantienummer, den Du unbedingt heraustrennen und aufheben musst.

5

Fundamenthölzer anbringen

Die fünf Fundamenthölzer – man erkennt sie an der grünen Imprägnierung – werden in gleichmäßigem Abstand auf das Fundament gelegt und in Waage gebracht.

Ein Streifen Dachpappe zwischen den Steinen und den Fundamenthölzern gibt zusätzliche Sicherheit gegen aufsteigende Nässe.

Dann werden die Hölzer mit (Nagel-)Dübeln auf dem Fundament verankert.

6

Verschraubung von Bohlen und Fundamenthölzern

Die erste Lage Bohlen wird zusammengesteckt (dabei den Türausschnitt beachten!) und mit den Fundamenthölzern verschraubt.

Dies ist die einzige verschraubte Bohlenlage. Vorder- und Rückwand müssen etwa 5 mm über das Fundamentholz hinausragen und so eine Tropfkante bilden.

7

Bohlenlagen aufeinanderstecken

Jetzt kannst Du zügig die ersten vier Bohlenlagen aufeinanderstecken.

Dabei immer darauf achten, dass Nut und Feder wirklich komplett eingeschoben sind.
Wenn Du hier nicht sauber arbeitest, wirst Du später Probleme haben, das Dach aufzusetzen.
Das mitgelieferte Schlagholz hilft Dir dabei.

Kleine Ausrisse und Beschädigungen können mit Schleifpapier und etwas Leim schnell ausgebessert werden.

8

Rahmenleisten montieren

Den Türrahmen haben wir auf dem Garagenvorhof montiert, um einen planen Untergrund zu haben.

Die drei Rahmenleisten rechtwinklig zusammenstecken – die Scharniere zeigen nach oben –, vorbohren und mit Schrauben verbinden.

Dann die Metallschwelle passgenau an den Rahmen schrauben. Die Breite der Türöffnung muss unten wie oben genau 450 mm betragen.

9

Türrahmen in die Öffnung schieben

Liegt die vierte Bohlenlage, wird der Türrahmen von oben in die Öffnung geschoben.

Lass Dich nicht vom Spiel in der Rahmennut (ca. 1,5 cm) verunsichern.

Jetzt kannst Du die Metallschwelle anschrauben. Der Türrahmen wird rechtwinklig ausgerichtet, aber nicht mit den Wänden verschraubt!

10

Wände aufstecken

Nun kannst Du die Wände fertig aufstecken. Die Feder zeigt immer nach oben. Achte darauf, dass nirgendwo Luft zwischen Nut und Feder ist, sonst mit dem Schlagholz nacharbeiten.

Dass die Wände jetzt am Türrahmen noch auseinanderstreben, braucht Dich nicht zu stören: Giebel und Dachfläche wirst Du später zusammenziehen.

11

Sortieren der Bohlen

Jetzt zahlt sich das Vorsortieren aus, denn nicht alle Wandbohlen sind identisch: Die oberste Bohlenlage der Seitenwände ist für die Dachfläche nach außen hin abgeschrägt.

Gleichzeitig werden die oberen zwei Wandbohlen an der Frontseite stufenförmig länger, damit das Vordach montiert werden kann.

12

Giebel montieren

Der Giebel wird montiert.

Auch wenn das Holz nicht schwer ist, empfiehlt es sich, diese Arbeit besser zu zweit zu erledigen.
Sichere den Giebel provisorisch, bevor Du ihn nach dem lotrechten Ausrichten seitlich von außen durch
die vorgebohrten Bohlen an beiden Seiten montierst

An der Rückseite verfährst Du genauso.

13

Einsetzen der Firstpfette

Die Firstpfette (erkennbar am dachförmigen Profil) wird eingesetzt.

Damit ziehst Du auch Vorder- und Rückseite des Hauses zusammen, Du wirst also wahrscheinlich den Hammer
und das Schlagholz einsetzen müssen.

Der Balken wird mit dem Giebel durch Schrauben oder zwei Nägel verbunden.

Zum Schluss noch einmal die Rechtwinkligkeit der ganzen Konstruktion überprüfen!

14

Das Dach wird geschlossen

Beim Schließen des Daches gibt es einen Trick: Du beginnst mit den Profilbrettern (glatte Seite nach innen, Nut nach außen!) an der Vorderseite, um einen sauberen Abschluss zu erreichen.

Hilfsbretter halten die spätere Traufleiste als Anschlag nach unten.

Du richtest grundsätzlich alle Bretter am Firstbalken aus.

15

Profilbretter verlegen

Bei den Profilbrettern am Dach Nut und Feder nicht zu stramm verlegen. Ein wenig Spiel gibt dem Holz die Möglichkeit, zu arbeiten.

Bei den letzten beiden Brettern an der Rückseite des Hauses musst Du die Feder absägen, um später die Windbretter des Giebels anschrauben zu können.

Wenn Du mit einer elektrischen Säge arbeitest, verhilft Dir ein Anschlag zum präzisen Schnitt.

16

Bodenbretter verlegen und verschrauben

Jetzt werden die Bodenbretter in das Haus getragen, mit Nut und Feder verlegt und sauber mit den Fundamenthölzern verschraubt.

Die erste Nut zeigt zur Wand. Die Unterseite der Dielen erkennst Du dabei an der eingefrästen Rille.

Achte dabei darauf, den Boden nicht unnötig zu verschmutzen.

17

Bodendiele anpassen

Die letzte Bodendiele wird in der Breite angepasst, indem die Federseite abgesägt wird.

Kleine Unstimmigkeiten kann man bei den Bodendielen aber auch gut über die Fugenbreite ausgleichen, da die Dielen ohnehin nicht zu stramm liegen sollen.

Wenn Du aber die letzte Diele längs schneiden müsstest, leistet Dir ein scharfer Fuchsschwanz gute Dienste.

18

Fußleisten anbringen

Die Fußleisten verdecken leichte Unstimmigkeiten beim Wandabschluss der Bodendielen. Sie werden wechselweise an Bodendielen und Wandbohlen geschraubt oder genagelt.

Eventuell musst Du hier wieder vorbohren. So wird zusätzlich noch einmal das Haus mit seinem Fundament verbunden.

19

Windankerleisten setzen

Windankerleisten, die innen Giebel und unterste Bohle verbinden, wirken gegen Windund Soglasten.

Die Leisten mit der Schlitzfräsung, die dem Haus später noch Bewegungsraum lässt, werden mit Schlossschrauben fixiert (Mutter innen, ⅔ Lochlänge oberhalb der Schraube, nicht fest anziehen).

Nur bei 19-mm-Wänden werden alle Bohlen verbunden, ab 28 mm ist das zu vermeiden!

20

Anschrauben der Windbretter

Langsam bekommt das Haus ein Gesicht: Jetzt werden die Windbretter angeschraubt.

Du beginnst in der Mitte, am Giebel. Achte darauf, dass die optisch besten Seiten der Hölzer sichtbar über den Eingang kommen.

21

Traufleiste verschrauben

Auch die Traufleiste, die bei der Montage des Daches noch als Hilfsrahmen herhalten musste, wird jetzt verschraubt.

Das Holzdach ist nun fertig und muss später nur noch gegen Nässe geschützt werden.

22

Verkleidungsbretter anbringen

Die über dem Türrahmen immer noch offene Dehnungsfuge wird jetzt von außen und innen je mit einem Brett verkleidet.

Die Fuge stellt sicher, dass das Haus bis zu 5 cm sacken kann, ohne dass die Konstruktion Schaden nimmt.

Deswegen werden die (Verkleidungs-)Bretter auch am Türrahmen verschraubt und nicht an den Bohlen.

23

Tür einsetzen und ausrichten

Jetzt wird die Tür eingesetzt und sorgfältig ausgerichtet.

Lass Dir für diese Arbeit genug Zeit. Kleine Differenzen lassen sich manchmal schon über das Ein- und Ausdrehen
der Scharniere regulieren. Größere Schieflagen können im schlimmsten Fall leicht über ein vorsichtiges Anheben einer Hausecke behoben werden (z. B. mit einem untergelegten Hartholzkeil).

24

Türrahmen ausrichten

Mit der Wasserwaage zur Kontrolle und sanftem Druck lässt sich der Türrahmen jetzt abschließend rechtwinklig ausrichten.
Er wird durch die Sturzleiste über der Tür beklemmt.

Noch einmal: Der Türrahmen umfasst quasi gleitend mit seinen außen liegenden U-Profilen die Wände und darf niemals mit den Wänden verschraubt werden!

25

Metallschwelle verschrauben

Nun wird unten die Metallschwelle des Blendrahmens mit zwei Schrauben mit dem Boden des Hauses verschraubt.

Auch hier wirst Du wahrscheinlich wieder vorbohren müssen. Wenn gewünscht, kannst Du jetzt noch
oben am Türrahmen aus Resthölzern an einer Bohle zwei Führungen für den Blendrahmen befestigen.

26

Dachpappe anbringen

Der günstigste Weg für eine erste Sicherung des Daches ist eine Lage Dachpappe.
Ob besandete oder nackte Dachpappe, ist nicht wichtig. Die Pappe sollte an den Traufseiten etwa 2 cm als Tropfkante überstehen.

Ein Ersatz für eine dauerhafte Eindeckung kann Dachpappe aber niemals sein!

27

Holzschutz auftragen

Noch ist Dein Holzhaus nackt den Witterungseinflüssen ausgesetzt.

Erster Schritt des chemischen Holzschutzes sind zwei Anstriche der gesamten Oberfläche mit Holzschutzgrund
bzw. Bläueschutz.

Beachte die Verarbeitungshinweise und die Trockenzeiten.

Zweiter Schritt des Holzschutzes: ein doppelter Anstrich mit einer hochwertigen Lasur.

Auch der muss auf allen Holzflächen – innen wie außen – erfolgen.

Spare hier nicht an Material. Eine hochwertige Lasur eines Markenherstellers hält um ein Vielfaches länger als ein Billigprodukt.

28

Dachdeckung

Optimal ist eine Dachdeckung mit Dachblechen.

Dafür bleibt die Erstdeckung aus Dachpappe liegen; sie übernimmt den Feuchtigkeitsschutz für das Dachholz. Hierauf werden in Längs- und Querrichtung Dachlatten geschraubt (Abstände nach Angabe des Dachblechherstellers).

So werden die Bleche gut unterlüftet und Kondenswasser an der Unterseite trocknet schnell wieder ab.

29

Regenrinne befestigen

Durch die Unterkonstruktion wird die Regenrinne an der untersten Querlatte befestigt.

Je nach Rinnensystem werden die sogenannten Rinnenhaken hier festgeschraubt oder angenagelt. Bei diesem System sind die Halter in die Rinne integriert, sodass alle Rinnenelemente direkt auf die Dachlatte genagelt
werden.

Die Stöße werden mit einer Spur Bausilikon abgedichtet.

30

Rohrelemente zuschneiden und anbringen

Fallrohr und Fallrohrbögen werden so zugeschnitten, dass die Bögen die Distanz zwischen Rinne und Fallrohr überbrücken, ohne unter Spannung zu stehen.

Die Fallrohrhalter werden lotrecht übereinander am Haus festgeschraubt, sodass jedes Rohrelement mindestens
von einem Halter umfasst wird.

Am Ende steht dann eine Regentonne oder ein Eimer voll Kies mit Löchern im Boden.

31

Dachbleche verlegen

Die Dachbleche zuerst entlang der Traufe verlegen; dabei soll die Unterkante über die Regenrinne ragen.

Die Bleche werden mit der Lattenkonstruktion verschraubt (spezielle Schrauben mit Dichtung) und überlappen sich so, dass zwei Rippen übereinanderliegen.

Ein Dichtband sorgt hier für ein wasserdichtes Dach. Am First stecken die Bleche in einer Anschlussschiene.

32

Oberprofile und Firstblech verschrauben

Sogenannte Ortprofile überdecken die Windbretter und den Dachblechanschluss so, dass hier kein Regen unter das Dach kommen kann.

Dieselbe Aufgabe hat zum Schluss das Firstblech, das die Lücke zwischen den Anschlussschienen am First und die Schienen selbst abdeckt.

Auch diese Profile schraubst Du mit den speziellen Dichtungsschrauben des Herstellers an.

Typisches Problem – es bilden sich Spalten in den Wänden, das gesamte Gebäude verzieht sich. Was ist passiert?

Ursache Nummer 1: Abdeckbretter über Tür und Fenster wurden mit den Wandbohlen verschraubt.

Löse die Schrauben/Nägel aus den Wandbohlen. Befestige die Abdeckbretter vorschriftsmäßig an Tür- oder Fensterrahmen.

Ursache Nummer 2: Der Türrahmen wurde nicht vor dem Einbau vormontiert (Doppeltür-Modelle) oder er wurde an mehreren Stellen mit den Wandbohlen verschraubt.

Löse die Schrauben aus dem Türrahmen, lasse den Rahmen lose eingebaut. Eine Verschraubung darf frühestens eine Saison nach Fertigstellung im unteren Bereich an ein bis zwei Stellen erfolgen.

Ursache Nummer 3: Es wurden Regale oder Schränke im Haus montiert und mit mehreren Wandbohlen verschraubt oder vernagelt bzw. Elektrokabel wurden mit Kabelschellen vernagelt.

Schränke und Regale dürfen nur an je einer Wandbohle befestigt werden. Elektrokabel oder -kanäle sollten nicht an den Wandbohlen festgenagelt werden. Löse diese. Die Windverankerungsleisten können die natürliche Bewegung des Hauses nicht mitmachen, das Gebäude verzieht sich, die Dachkonstruktion wird hochgedrückt.

Ursache: Die Windverankerungsleisten wurden mit der Schlitzfräsung nach unten montiert. Die oberste Schraube ist nicht mittig platziert oder zu fest angezogen.

Montiere die Windverankerungsleisten richtig herum: Die Schlitzfräsung muss nach oben zeigen – mit ca. 10 bis 20 cm Abstand zur Hausecke und zum Dach. Platziere die obere Schraube mittig in dem Schlitz und ziehe sie nur mit der Hand fest.

So wird Dein Blockbohlenhaus
zu Deinem schönsten Zimmer

Die Heizung mit Gas

Um das Haus auch im Winter nutzen zu können, führt an einer Heizung kein Weg vorbei. Da ein elektrischer Heizlüfter im Betrieb relativ teuer ist, empfiehlt sich eine Gasheizung. Gasheizer, die mit Propan/Butan betrieben werden, kosten vergleichsweise wenig und leisten viel. Achte darauf, dass diese für Innenräume geeignet sind und eine Sauerstoffmangel-sicherung haben. Meist ist auch eine minimale Raumgröße vorgeschrieben.
Halte Dich strikt an die Vorgaben, es geht um Deine Sicherheit! Ein nachrüstbarer Kohlenmonoxidmelder gibt zusätzliche Sicherheit.

Strom von der Sonne

Falls Du nur ein oder zwei Lampen mit LED-Leuchtmitteln betreiben willst, bist Du mit Leitungsstrom gut aufgestellt.
Soll aber beispielsweise ein Kühlschrank im Blockhaus stehen, sieht die Sache anders aus: Hier wäre ein Solarpaneel von großer Hilfe. Die Anlagen gibt es bereits vormontiert als Set, mit integriertem Wechselrichter. Die Kosten liegen bei mehreren hundert Euro, machen sich aber schnell bezahlt. Wenn nur 12 Volt benötigt werden, sind die Anlagen deutlich günstiger.

Schutz vor der Sonne

Natürlich ist ein Gartenhaus im Sommer am schönsten. Deswegen solltest Du den Sonnenschutz gleich mit einplanen.

Eine schwere Gelenkarmmarkise wird an die wenigsten Holzwände passen, aber ein Sonnensegel oder ein großzügiger Ampelschirm ist immer möglich. Eine maßgeschneiderte Pergola oder Terrassenüberdachung ist natürlich perfekt, aber auch eine leichte Klemm- oder Fallmarkise, die man mit Querstangen auf Abstand hält, ist bei sengender Sommersonne eine große Erleichterung.

WLAN – immer im Netz

In wenigen Jahren wird es kaum noch ein Gartenhaus ohne Netzanbindung geben. Bau schon heute mit einem drahtlosen Netzwerk auch in Deinem Garten vor!

Und das nicht nur für die Kinder- und Enkelgeneration, auch Du profitierst davon: Steuerung von Gartengeräten per Smart Home-Technik oder das Schalten von WLAN-Steckdosen per App ist lange Realität.