Das perfekte Gewächshaus

Das perfekte
Gewächshaus

Ein Gewächshaus im Garten bietet das ganze Jahr Gärtnerspaß unter Glas. Die Auswahl ist riesengroß: vom einfachen Folienhaus bis hin zu frei stehenden Gewächshäusern mit Wintergarten-Anmutung. Allen gemein ist, dass sie dem engagierten Gärtner jahrein, jahraus ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Welches Gewächshaus wofür geeignet ist.

Welches Gewächshaus brauche ich? Welches Gewächshaus brauche ich?

Entscheidung: Welches Gewächshaus brauche ich?

Wer nur ein altes Gewächshaus ersetzt, hat es einfach. Wer aber zum ersten Mal ein Glashaus aussucht, steht vor einem kaum überschaubaren Angebot.

Schon die einfache Frage nach der Grundfläche bietet Zündstoff: Experten raten dazu, das Gewächshaus so groß zu kaufen, wie es Geldbeutel und Grundstück hergeben. Fachberater berichten, dass sie nie Klagen über zu große Gewächshäuser hören, sich aber viele Erstkäufer später über ihre Sparsamkeit ärgern. Ein Gewächshaus hat Suchtpotenzial!

Wichtig ist auch die geplante Nutzung: Dreht es sich nur um die gelegentliche Anzucht von Gemüse oder die Beherbergung von Tomaten in der Übergangszeit, kann ein einfaches Foliengewächshaus ausreichen.

Wer sein Gewächshaus das ganze Jahr über aktiv nutzen will, muss tiefer in die Tasche greifen.

Die beste Lage für ein Gewächshaus im Garten

Ob sich eine Nord-Süd- oder Ost-West-Ausrichtung empfiehlt, hängt vom geplanten Anbau ab: Für eine Nord-Süd-Ausrichtung spricht, dass sich das Haus frühmorgens bereits erwärmt und trotzdem mittags nicht zu warm wird.

Für die Ost-West-Variante spricht, dass das Haus bereits im Frühling viel Sonne und damit Wärme abbekommt.

Egal für welche Himmelsrichtung Du Dich entscheidest – in jedem Fall solltest Du Abstand zu Bäumen halten. Zwar bieten sie Schutz vor Wind und Auskühlung, gefährden aber gleichzeitig durch abfallendes Totholz, Laub oder auch nur durch Schatten Dein Gewächshaus.

Ein Gewächshaus als Wohnraum Ein Gewächshaus als Wohnraum

Welches Material für die Platten?

Neben der (günstigen) Verkleidung der Flächen mit Folie gibt es zwei große Gruppen von Materialien: UV-stabilisiertes Polycarbonat und Echtglas.

Beide haben Vorteile, die Du abwägen musst. Kunststoffflächen haben eine bessere isolierende Wirkung aufgrund der Luftkanäle in der Fläche; das ist besonders gut im Winter und in der Übergangszeit zu spüren. Dazu bricht das Polycarbonat das Licht, was die Beschattung des Hauses vereinfacht.

Echtglas ist optisch ansprechender, gerade wenn das Gewächshaus auch als Wohnraum genutzt werden soll. Dazu könnte eine Beschaffung von Ersatzflächen in ferner Zukunft ggf. etwas leichter sein. Eine Kombination beider Materialien ist auch möglich.

Ein Gewächshaus als Wohnraum?

Einer der wichtigsten Trends im Garten in den letzten Jahren ist, dass Garten- und Gewächshäuser auch als Wohnräume eingesetzt werden. Das kann ein Partyraum oder auch ein ständig genutztes Atelier oder Teehaus sein.

Wenn Dir eine solche Nutzung vorschwebt (oder sie zumindest nicht ausgeschlossen ist), solltest Du das schon bei der Planung berücksichtigen: Das fängt mit der Größe an – keiner feiert gern auf fünf Quadratmetern – und geht mit First und
Seitenwänden weiter, die eine möglichst durchgehende Stehhöhe ermöglichen sollten.

Glas liegt hier bei den Eindeckungen klar vorn, aber auch ein möglichst ebener Boden und eine modulare Innenausstattung gehören dazu.
Tipp: Heizung und Lüftung gleich mit einkalkulieren!

Das Fundament des Gewächshauses Das Fundament des Gewächshauses

Ohne Fundament geht nichts

Die Grundplatte des Gewächshauses ist im Regelfall nicht Bestandteil des Bausatzes, spielt aber eine wichtige Rolle beim Bau. Hier sollten Sie in keinem Fall Kompromisse eingehen.

Ein Gewächshaus bietet Wind, Schnee & Co. große Angriffsflächen, ohne ihnen viel Masse entgegensetzen zu können. Ein stabiler, absolut ebener Fundamentrahmen oder ein Streifen- oder Punkt-Fundament aus Beton ist deswegen Pflicht.

Wenn Du keinen Beton anmischen willst, kannst Du Dir eventuell mit fertigen Fensterstürzen behelfen. Nur bei leichten Gewächshäusern von wenigen Quadratmetern Grundfläche kann man es mit einem Provisorium aus Gehwegplatten bewenden lassen.

10 Gründe für ein Gewächshaus

1. Zeitlos:
Das Gartenjahr beginnt, wann immer Du Lust dazu hast.

2. Freiheit:
Nur Du entscheidest, welches Gemüse Du anbauen willst.

3. Erfolg:
Ein Gewächshaus schützt vor schwachen Setzlingen, Schädlingsbefall und schlechten Ernten.

4. Ausdauer:
Im Glashaus wächst auch im Winter leckeres Gemüse.

5. Wintergäste:
Hier überwintern Oleander, Zitronenbäumchen & Co.

6. Ausgesperrt:
Schnecken und Schädlinge haben hier keinen Platz.

7. Wetter:
Schnee, Sturm, Hagel, Schlagregen und Frost können Deinen Pflanzen nichts mehr anhaben.

8. Rückzugsort:
Deine persönliche Oase. Hier sperrst Du den Alltag aus.

9. Sparen:
Samentüten kosten fast nichts und geben volle Ursprungs-Kontrolle.

10. Exotik:
Du kannst wirklich Melonen in Nordeuropa ziehen. Unter Glas.

Die Gewächshaustypen im Vergleich

Minigewächshaus Minigewächshaus

Das Minigewächshaus

In dieser Klasse findet sich alles – vom verglasten Frühbeet über Gewächshaus-Schränke bis hin zu ausgewachsenen Anlehngewächshäusern.

Sie alle haben gemeinsam, dass hier der verfügbare Platz auf dem Balkon oder im Reihenhausgarten die bestimmende Größe ist. Das muss aber nicht zu Kompromissen führen, denn die Auswahl an hochwertigen Produkten ist groß!

Vorteile eines Minigewächshauses:

Foliengewächshaus Foliengewächshaus

Das Foliengewächshaus

Es gibt zwei typische Gründe für den Kauf eines Foliengewächshauses: Zum einen für Einsteiger, um die Arbeit mit einem Gewächshaus einmal günstig auszuprobieren; zum anderen, weil für eine einzelne Aufgabe das leichte Folienhaus oft schon ausreicht.

Die Preisspanne beginnt bereits unter 100 €.

Vorteile eines Foliengewächshauses:

  • Unschlagbar günstig in der Beschaffung
  • Leicht auf- und wieder abzubauen
  • Auch als Übergangslösung geeignet
Klassisches Gewächshaus Klassisches Gewächshaus

Das klassische Gewächshaus

Die breite Mittelklasse, lieferbar in allen Größen, Materialien und Ausstattungen. Für die meisten Gärten und Aufgaben mehr als ausreichend.

Mit etwas Pflege nahezu unbegrenzt haltbar und oft als Set auch preislich attraktiv. Ein barrierefreier Zugang und eine abschließbare Tür sind hier erstmals möglich. Dazu kommt ein sehr großes Angebot an Zubehör.

Vorteile eines klassischen Gewächshauses:

  • Extreme Vielfalt der Baukastensysteme: der Einstieg in die Welt des klassischen Glashauses
  • (Regen-)Bewässerungssysteme möglich und sinnvoll
  • Beschattung, Lüftung und Heizung möglich und sinnvoll
Glasgewächshaus Glasgewächshaus

Das Premiumglashaus

Hier sind der Kreativität und den Wünschen keine Grenzen gesetzt. Gerade wer Exoten züchtet oder sein Gewächshaus auch als Raum zum Leben nutzen will, landet oft in dieser Klasse. Und damit ist der Planungs- und Montageaufwand dann meist auch auf dem Niveau eines klassischen Wintergartens.

Eine Anbindung an das Stromnetz ist hier Voraussetzung, um Licht, Belüftung und Heizung nutzen zu können.

Vorteile eines Premiumglashauses:

  • Sehr attraktives Design – diese Häuser sind viel mehr als nur Häuser für die Anzucht
  • Zeitgleiche Nutzung als Gewächshaus und Wohnraum möglich
  • Extrem stabile, hochwertige und langlebige Materialien

Dein Gewächshaus an Deine Bedürfnisse anpassen

Erst mit der Anpassung an Deine persönlichen Wünsche wird das Gewächshaus richtig gut: Dazu gehört zum Beispiel ein Regal- und Pflanztisch-System, damit Du auf mehreren Ebenen arbeiten kannst.

Auch (automatische) Dachlüfter sind extrem wichtig; sie gehen Hand in Hand mit Beschattungsnetzen, denn nicht jede Pflanze mag die volle Sonneneinstrahlung.

Damit Du die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Deinem Gewächshaus kennst, brauchst Du eine spezielle Funkwetterstation.

Doch damit nicht genug: Hohe Temperaturen erfordern ein Bewässerungssystem und eine aktive Belüftung, Kälte im Winter dagegen eine Heizung – und die kann schon bei einem einfachen Foliengewächshaus sinnvoll sein.