Rasensorten

5 Rasentypen
im Vergleich

Nur wenige Bauherren sind sich über die Konsequenzen im Klaren, wenn sie sich bei der Erstanlage des Gartens für eine Rasensaat entscheiden: Zeit und Budget sind knapp und der Kopf ohnehin übervoll. Also kauft man die erstbeste billige Rasensaat und streut sie freihändig auf die Erde.

Keine gute Idee, denn es gibt weder „die Rasensaat“ noch „das Auto“. Stattdessen gibt es eine Vielzahl von Sorten und Züchtungen, die ganz unterschiedliche Einsatzgebiete haben. Wer die falsche Wahl trifft, wird nur wenig Spaß an seinem neuen Rasen haben. Und eine Aussaat aus dem Handgelenk trägt ihren Teil zum Drama bei.

Zwei Faktoren bestimmen, ob ein Saatgut zum Garten und den eigenen Ansprüchen passt: Neben der Qualität und der Frage nach den beteiligten Grassorten geht es um deren Mischungsverhältnis. Nur wenn alles perfekt zu Deinem Garten passt, steht dem Erfolg nichts mehr im Wege.

Wichtig: Vor dem Neuanlegen sollte man eine klare Vorstellung haben, was man sich von der späteren Rasenfläche wünscht!

Rasensorte: Englischer Rasen Rasensorte: Englischer Rasen

Der Englische

Dafür hätten früher Generationen von Gärtnern im Schweiße ihres Angesichts mähen, düngen, walzen und wässern müssen: Ein Rasen der Extraklasse ist heute mit dem richtigen Saatgut viel leichter zu erreichen!

Grundlage eines Zierrasens ist eine hochwertige Rasensamenmischung, die für einen robusten, kräftigen und dichten Rasen sorgt.

Er hält den Ansprüchen an einen Rasen der Extraklasse bestens stand, ist aber nicht der richtige Untergrund für das Fußballspiel der Kids. Trotz seiner edlen Anmutung ist er pflegeleicht sowie überraschend anspruchslos in Bezug auf Bodenart und Dünger.

Bitte bei der Aussaat auf eine ausreichende Bewässerung achten, da sonst eine verzögerte Keimung droht.

Rasensorte: Sportrasen Rasensorte: Sportrasen

Der Strapazierfähige

Dieser Saattyp ist der perfekte Generalist für Gärten, in denen nicht nur spaziert und bewundert, sondern auch gelebt, gespielt und getobt wird. Fachleute haben viel Zeit damit verbracht, diese Mischung so strapazierfähig und lebensfähig wie möglich zu gestalten. Das fängt schon bei der Aussaat an.

Diese Rasensamenmischungen bestehen meist aus „Cool Season“-Rasengräsern, die bereits ab 5 °C keimen und später eine dichte, attraktive Grasnarbe bilden. Die stark ausläuferbildenden Gräser sorgen dafür, dass die Rasenfläche bei entsprechender Pflege nie große Lücken aufweist.

Sein Dünger- und Wasserbedarf ist etwas höher – was aber bei solchen Leistungen nur verständlich ist.

Rasensorte: Schattenrasen Rasensorte: Schattenrasen

Schattenrasen

Nicht alle Flächen im Garten sind gleich gut für die Anlage von Rasen geeignet. Gras braucht einfach Sonnenlicht und Wasser ohne stehende Nässe, um gut gedeihen zu können. Was also tun, wenn Bäume oder Gebäude die Fläche regelmäßig beschatten?

Die Antwort sind spezielle (Rasen-) Züchtungen aus einer besonders hochwertigen Regel-Saatgut-Mischung (RSM), die speziell für einen schattigen bzw. halbschattigen Standort entwickelt worden sind.

Mit ihren guten Keimeigenschaften lassen sie Moos und Unkräutern keine Chance. Darüber hinaus sind sie weniger anfällig für Rasenkrankheiten, die besonders gern im Schatten auftreten.

Pflege-Tipp: Der Schattenrasen ist ein vollwertiger Rasen, muss aber wegen seiner speziellen Lage etwas mehr gepflegt werden: Löcher in der Narbe umgehend mit Nachsaat schließen und darauf achten, niemals zu tief zu mähen.

Rasensorte für sonnige Plätze Rasensorte für sonnige Plätze

Der Sonnige

Während viele Gartenbesitzer sich nach Sonne für ihren Rasen sehnen, gibt es Gärtner, die genau davon zu viel haben. Aber auch dafür gibt es spezielle Grasmischungen, die besonders gut auf Sonne, hohe Verdunstung und trockenen Boden eingestellt sind.

Sie enthalten Gräsersorten, die tiefer wurzeln und so bei Trockenheit noch auf tief sitzende Wasservorräte zugreifen können. Außerdem glänzen sie mit hoher Strapazierfähigkeit. Spielen ist hier also erlaubt! Die dichte Grasnarbe lässt darüber hinaus wenig Lücken für Unkräuter.

Wichtig: Die Aussaat muss in einen wärmeren Boden ab 12 Grad erfolgen.

Nicht vergessen: In hochsommerlicher Hitze nimmt der Rasen mit seinen flachen Wurzeln ohne Bewässerung schon nach 14 Tagen schweren Schaden. Unbedingt bewässern!

Rasensorte: Blumenrasen Rasensorte: Blumenrasen

Der Bunte

Der perfekte bunte Bodendecker, wenn man aus dem grünen Einerlei eines typischen Rasen-Gartens ausbrechen will. Eine Blumenwiese mag es aber nicht, intensiv betreten zu werden. Im Gegenzug bietet sie von Frühling bis Herbst eine nimmer endende Blütenpracht.

Passende Rasensamenmischungen bestehen oft auch aus einheimischen Wildkräutern, die ätherische Öle enthalten. Durch diese Gräser werden regelmäßig Schmetterlinge angelockt. Ideal für Wegränder und ruhige, abgelegene Gartenecken, die naturnah gehalten werden.

Blumenwiesen brauchen dabei nur wenig Pflege, kaum Dünger und werden nur zweimal im Jahr gemäht.