Salat anpflanzen auf dem Balkon zur Selbstversorgung

Selbstversorgung: Gemüse
auf dem Balkon anbauen

Frisch, gesund, lecker, nachhaltig – es gibt viele gute Gründe, Gemüse und Kräuter auf dem Balkon anzubauen.

Selbstversorgung wird auch in der Stadt gerade zum Trend. Wir sagen Dir, wann Du Deinen Balkon bepflanzen solltest, welche Gemüsesorten infrage kommen und wie Du sie pflegen kannst.

Gemütliches Essen im Gemüsegarten auf dem Balkon Gemütliches Essen im Gemüsegarten auf dem Balkon

Gemüse im Balkonkasten anbauen

Eigenes Gemüse und Kräuter stehen hoch im Kurs. Ein Garten ist nicht nötig: Auch Balkonbewohner können neben ihren Kübeln mit Blumen einen kleinen Gemüsegarten anlegen und in Bio-Qualität ernten.

Beliebt sind Topfgemüse, die eine kurze Kulturdauer haben und viele Früchte ansetzen. Insbesondere Wärme liebende Pflanzen wie Tomaten, Paprika und Peperoni oder Auberginen und Salatgurken passen dafür.

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat ist je nach Gemüse und Sorte unterschiedlich. Salat etwa kann je nach Sorte praktisch das ganze Jahr über gesät werden.
Tomaten und Gurken sät man ab Mai im Freien aus, Auberginen besser erst ab Juni. Kräuter sollten von Mitte Februar bis Mitte März in der Wohnung vorgezogen werden. Wer es unkompliziert mag, kauft Jungpflanzen.

Salat wird in Pflanzkübel auf dem Balkon eingepflanzt Salat wird in Pflanzkübel auf dem Balkon eingepflanzt

Salate kann jeder

Mit Salaten haben selbst ungeduldige Gärtner Erfolg. Sie wachsen schnell und brauchen wenig Pflege.

Sehr praktisch sind Schnittsalate und Rauke, die man direkt in Töpfe und Kästen säen oder pflanzen und wochenlang ernten kann, weil sie nachwachsen.

Auch Pflücksalate lohnen sich. Man kann den ganzen Kopf ernten, aber pflückt man nur die älteren Blätter, ohne das Herz zu beschädigen, wachsen neue Blätter nach. Für Abwechslung sorgen Salate mit roten Blättern wie Lollo rosso oder Salanova rot.

Wer die japanische Küche liebt, greift zu Asia-Salaten mit einer würzig-scharfen Note.

Gurkenernte auf dem Balkon Gurkenernte auf dem Balkon

Tomaten und Gurken mögen Platz

Während für Salate kleine Gefäße ausreichen, fühlen sich rankende Tomaten und Salatgurken nur in großen Kübeln und kleinen Hochbeeten wohl.

Damit ihre Triebe nicht unter dem Gewicht der vielen Früchte abknicken, sollte man ihnen festen Halt anbieten. Gut zum Aufbinden eignen sich stabile Rankgerüste, die man tief in die Erde stecken kann.

Bei Tomaten, Paprika und Gurken lohnt es sich, für den Balkongarten kleinfruchtige Sorten zu kaufen, weil sie schneller reifen und mehr Früchte ansetzen.

Wer gern nascht, pflanzt am besten Snack-Paprika oder Snack-Gurken, die keine Kerne haben. Wenn man die Früchte regelmäßig pflückt, setzen die Pflanzen fortlaufend neue an.

Rosmarin, Thymian, Schnittlauch - Kräuter auf Balkonregal Rosmarin, Thymian, Schnittlauch - Kräuter auf Balkonregal

Kräuter sorgen für Aroma

Lebendig wirkt ein Mini-Gemüsegarten, wenn das Gemüse von Sommerblumen mit essbaren Blüten wie Kapuzinerkresse oder Ringelblumen begleitet wird. Oder von Kräutern mit schönen Blüten wie Dill und Ananassalbei.

Apropos Kräuter: Ein Platz für ein privates Kräutergärtchen in Töpfen findet sich auf jedem Balkon. Mit Kräutern kann man wunderbar sinnliche Momente schaffen. Zum Beispiel mit Minzen, die nach Ananas oder Schokolade duften.

Wer gerne kocht, weiß das klassische Aroma frisch geernteter Zweige von Rosmarin, Thymian und Salbei zu schätzen.

Aber auch Küchenkräuter wie Schnittlauch und Petersilie dürfen in den Töpfen nicht fehlen, denn sie zaubern Finesse in Quarkspeisen und Salate.

Salat, Tomate, Gurke  - Gemüse in Hochbeeten auf dem Balkon Salat, Tomate, Gurke  - Gemüse in Hochbeeten auf dem Balkon

Versorgung für die reiche Ernte

Alle Gemüsepflanzen mögen viel Sonne, mediterrane Gemüse haben es auch gerne windgeschützt – besonders jene, die Früchte tragen.

Es lohnt sich, eine Erde zu kaufen, die das Wasser und auch die Nährstoffe gut speichert. In der Regel enthalten hochwertige Blumenerden bereits einen Dünger.

Damit alles zügig wächst, sollte man spätestens nach vier bis sechs Wochen die Versorgung übernehmen: entweder mit einem organischen Flüssigdünger oder einem Granulat, welches oberflächig in die Erde eingearbeitet wird.

Balkongemüse wird gedüngt Balkongemüse wird gedüngt

Gemüse richtig gießen

Das Wässern erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl. Ein bisschen hier und da die obere Erde zu befeuchten reicht nicht. Man gießt immer so viel, wie der Ballen aufnehmen kann. Vorher sollten aber die Finger fühlen, ob die Erde noch feucht ist. Dauernässe mögen die meisten Pflanzen gar nicht!

Balkonkästen oder -kübel mit Wasserspeicher anzuschaffen lohnt sich. Allerdings reicht der Vorrat bei großer Hitze nicht länger als zwei bis drei Tage. Automatische Systeme sorgen auch während des Urlaubs für bestens versorgte Pflanzen.

Ganz wichtig: Ohne Abzugsloch taugt ein Kübel allenfalls als Übertopf, da sich dauerhaft Gießwasser staut. Als Folge faulen die Wurzeln. Es gibt viele Töpfe, in die Abzugslöcher eingestanzt sind. Die Vertiefungen können mit einem Akkuschrauber aber schnell durchbohrt werden.

Wenn dann noch eine Drainage-Schicht am Gefäßboden eingestreut wird, steht einer guten Ernte nichts mehr im Wege!