Anleitung: Bodenfliesen verlegen

Anleitung: So verlegst
Du Bodenfliesen

Du wünschst Dir einen neuen Fliesenboden? Das bekommst Du auch selbst hin! Mit modernen Produkten, einigen wenigen Werkzeugen und etwas Know-how kann jeder selbst Bodenfliesen verlegen. Wir zeigen Dir, wie's geht.

Anleitung: Bodenfliesen verlegen

Material- und Werkzeugliste

  • Ausgleichsmasse
  • Tiefengrund
  • Fliesen
  • Fliesenkleber
  • Fugenmörtel
  • Silikon
  • Malerkrepp
  • Grauschleier-Entferner
  • Etwas Spüli
  • Fliesenkreuze
  • Wassereimer
  • Bohrmaschine
  • Rührstab
  • Rakel/Moosgummibrett
  • Schwamm
  • Maurerwanne oder Eimer
  • Kleine Maurerkelle
  • Passender Zahnspachtel
  • Wasserwaage
  • Gummihammer
  • Lochzange/Papageienschnabelzange
  • Fliesenschneidemaschine
  • Auspresspistole
  • Silikonfugenglätter
1

Vorbereitungen vor dem Verlegen der Fliesen

Die Fläche, die Du fliesen möchtest, muss absolut sauber sein und frei von Fliesenkleber und Estrich. Falls nötig, zunächst die Bodenausgleichsmasse bzw. einen Haftgrund nach Herstellerangaben ansetzen und aufbringen.
Bei Feuchträumen muss der Untergrund zusätzlich abgesperrt werden.

Mit einer Schlagschnur markierst Du zunächst die Raummitte und entscheidest Dich für ein Verlegemuster (z.B. versetzt oder diagonal). Dann spannst Du entsprechende Leinen.

Jetzt die Fliesenkartons öffnen und die Fliesen untereinander mischen. So fallen kleine Farbunterschiede unter den Kartons später nicht auf.

Zum Test legen Sie Ihr Fliesenmuster trocken aus und ermitteln, wie breit die letzte Fliesenreihe sein wird; unter Umständen müssen Sie den Startpunkt der Verlegung entsprechend anpassen. Danach die Fliesen wieder aufnehmen. Jetzt den ersten Kleber nach Herstellerangaben im Eimer oder in der Maurerwanne mit Bohrmaschine und Rührkorb anmischen. Dabei nur Material für maximal 30 – 60 Minuten Verlegezeit vorbereiten. In der Praxis ist das nicht viel mehr als ein Quadratmeter. Die „Offenzeit“ ist auf der Packung angegeben. Der Kleber ist dann perfekt, wenn er noch zähflüssig ist, aber nicht mehr von der Kelle tropft.

2

Kleberbett aufbringen

Der Fliesenkleber wird mit der Kelle aufgetragen, dann mit dem Zahnspachtel in Viertelkreisen durchgekämmt.

Die Fliesengröße bestimmt dabei die Zahnung. Diese liegt zwischen 6 und 12 mm.

Mindestens drei Viertel der Fliesenrückseite sollten mit Kleber bedeckt sein, bei Natursteinen sogar 100 %.

3

Fliesen einlegen

Die Fliesen ins Kleberbett einschieben und bei Bedarf die Lage mit leichten Schlägen mit dem Gummihammer korrigieren.

Fliesenkreuze sorgen für saubere Fugenabstände, sie werden nicht wieder entfernt, sondern später vom
Fugenmörtel bedeckt.

Genau arbeiten und die Dehnungsfugen am Rand nicht vergessen! Immer wieder mit Wasserwaage und scharfem Blick Ausrichtung und Fugenbreite kontrollieren.

4

Fliesen schneiden

Mit einer Fliesenschneidemaschine wird die Glasur angeritzt und die Fliese sauber gebrochen.

Auch, wenn es nur wenig zu schneiden gibt, solltest Du nicht am Fliesenschneider sparen.

Ausschnitte für Heizungsrohre am Fliesenrand macht man mit der Papageienschnabelzange, Löcher in der Fliesenmitte mit Bohrmaschine und Fräsaufsatz.

5

Fliesen verfugen

Ausgetretenen Fliesenkleber entfernen. Die Fugen möglichst sauber halten. Klebertrockenzeit nach Herstellerangabe einhalten.

Fugenmörtel gemäß den Herstellerangaben anmischen und mit dem Moosgummibrett diagonal zur Fuge einschlämmen, bis diese gefüllt ist.

6

Kleber und Mörtel abbinden lassen

Mit einem leicht feuchten Schwamm kannst Du Mörtelreste beeitigen. Dabei den Schwamm regelmäßig auswaschen.

Auch wenn es schwer fällt und der Boden eigentlich schon fertig aussieht: Halte Dich sich an die vom Hersteller vorgegebenen Trocknungszeiten! Keinesfalls den Boden betreten, bevor Kleber und Mörtel wirklich abgebunden haben.

7

Zum Abschluss: Silikon

Die Verbindungen zur Wand oder zu den Sockelfliesen werden dauerhaft elastisch in Silikon ausgeführt.

Dazu die Fuge sauber mit Malerkrepp abkleben, die Kartusche in die Pistole spannen und die Spitze passend zuschneiden. Silikonraupe möglichst in einem durchgehenden Strang auftragen.

Ein Fugenglätter gibt der Naht die Form. An ihm bleibt nichts hängen; überquellendes Material kannst Du gut mit Küchenpapier aufnehmen.