Klick-Laminat:
Die wichtigsten Fragen

Das Verlegen von Fertigparkett mit Klick-Verriegelung ist für jeden machbar. Die Nutzung von Klick-Laminat ist deshalb heute weit verbreitet.

Etwas nützliches Fachwissen und ein paar Tipps machen es noch einfacher. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Kann ich Klick-Dielen auf Fliesen verlegen?

Um einen Dielenboden zu verlegen, sollte der Untergrund eben, trocken und stabil sein.

Teppichboden ist zum Beispiel nicht geeignet, Fliesenboden durchaus. Doch auch hier sollte einiges beachtet werden:

Überprüfe vor der Verlegung, dass der Untergrund keine Unebenheiten von mehr als 3 mm aufweist. Kleine Unebenheiten werden durch die Trittschalldämmung ausgeglichen, auf die Du nie verzichten sollten, schon um Gehgeräusche zu mindern.

Worauf muss ich bei der Verlegerichtung achten?

Grundsätzlich ist die Verlegerichtung von Dielenböden Geschmackssache. Dennoch gibt es gewisse Grundregeln, die Dir die Entscheidung erleichtern:

  • Empfohlen wird, den Boden längs zur Hauptlichtquelle und quer zur Laufrichtung zu verlegen.
  • Ist diese Verlegerichtung nicht möglich, da sich zum Beispiel Tür und Fenster gegenüberliegen, musst Du Dich für eine Richtung entscheiden.
  • Du können Dielenböden nicht nur längs oder quer verlegen. Auch die diagonale Verlegung ist eine Möglichkeit. Dafür empfiehlt sich aber eine Kapp- und Gehrungssäge.
  • Besteht der Untergrund aus einem alten Dielenboden, wird der neue Boden quer zur Längsrichtung der Dielen verlegt.

Beeinflusst die Richtung des Laminats, wie groß der Raum wirkt?

Ja, darauf solltest Du unbedingt achten. Quer zur Längsseite des Raums verlegte Dielen machen den Raum optisch breiter, längs verlegte länger.

Wozu brauche ich eine Dampfsperre?

Eine Dampfsperre oder auch Feuchtigkeitssperre ist eine Folie, die verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Untergrund in den Laminatboden eindringt.

Unter bestimmten klimatischen Bedingungen kann aufsteigender Wasserdampf im Bodenbereich kondensieren und in den Laminatboden eindringen. Dadurch können Schäden im Laminat entstehen, zum Beispiel ein Aufquellen des Bodens oder schlimmstenfalls Schimmel.

Die Dampfsperre wird wie in der Anleitung beschrieben verlegt. Alternativ kann man eine Trittschalldämmung mit integrierter Dampfsperre verlegen. Auch hier müssen die Stöße mit einem Klebeband abgedichtet werden.

Bei welchem Untergrund ist eine Dampfsperre nötig?

Bei mineralischen Untergründen wie Estrich oder Beton muss eine Dampfsperrfolie verlegt werden. Denn diese Untergründe binden Wasser – somit ist immer mit kondensierender Feuchtigkeit zu rechnen.

Warum brauche ich Dehnfugen?

Im Bereich von Bodenbelägen wie Parkett oder Laminat sind Dehnfugen dazu da, um Dimensionsänderungen durch das natürliche Quellen oder Schwinden des Holzes auszugleichen.

Wenn die zu verlegende Fläche in der Längsrichtung oder in der Breite mehr als 8 m misst, muss man eine Trennung der Bodenfläche einbauen. Das macht man am besten in den Türdurchgängen und deckt die Fuge mit einem entsprechenden Übergangsprofil ab.

Laminat besteht zu 90 % aus Holz – und kann daher quellen oder schwinden. Die Unterschiede dabei:

  • Naturholz schwindet und quillt je nach Richtung um bis zu 10 %.
  • Laminat schwindet und quillt je nach Richtung um max. 0,1 %, bei 8 m Länge sind das immerhin 8 mm.

Wie passe ich die Bodendielen der Türzarge an?

Beim Bodenverlegen ist oftmals die Türzarge ein Hindernis, das es zu überwinden gilt. Doch wie gehe ich hierbei am besten vor?

  • Türzargen aus Holz: Auf Höhe des Laminats wird die Türzarge bündig bis zur Wand abgeschnitten.
  • Türzargen aus Stahl: Bei Türzargen aus Stahl hast Du mit einer Säge wenig Chancen. In diesem Fall muss eine
    Aussparung in das Laminatpaneel geschnitten werden. Bedenke dabei einen Bewegungsabstand von etwa der Materialdicke.

Entstandene Lücken zwischen der Türzarge und dem Boden kannst Du abschließend mit farblich passendem Acryl abdichten – und schon ist Dein Boden geschützt und der Übergang sauber verarbeitet.

Es ist ein Stück der Laminat-Oberfläche abgeplatzt. Was kann ich tun?

Ganz gleich, ob Laminat oder Echtholzparkett, kleine Schäden lassen sich reparieren. Laminat ist zwar von Natur aus stoß-, kratz- und abriebfest, also sehr robust. Doch es ist kein Wunderboden und somit kann auch dieser Bodenbelag mit der Zeit Kratzer oder Dellen aufweisen.

Allerdings ist Laminat sehr pflegeleicht – auch bei der Reparatur. Befindet sich der Schaden in der Nähe der Wand oder am Rand des Bodens, kannst Du das betroffene Paneel austauschen.

Bei einem Schaden in der Mitte des Bodens greifst Du am besten zum Laminat-Reparaturset. Das besteht aus einer Basispaste, Farbpigmenten und einer Reparaturpaste. Diese Komponenten kannst Du so mischen, dass der gewünschte Farbton entsteht, und damit den Kratzer oder die Delle ganz einfach ausbessern.

Die Paste härtet aus und Du kannst die Stelle anschließend mit einem Vlies polieren. Und schon fällt der Schaden gar nicht mehr auf.

Bei Echtholz lassen sich leichte Dellen oft mit einem feuchten Tuch und einem Bügeleisen wieder glätten. Für etwas größere Schäden nimmt man Holzwachs, Fußbodenlack oder -öl, um den Boden wieder fit zu machen.