Parkett – ein Stück Natur
zu Deinen Füßen

Zugegeben: Durch die steigende Qualität von Laminat & Co. wird es immer schwerer, sie von einem Echtholzboden zu unterscheiden. Klar ist aber auch: Parkett ist und bleibt das Original, wenn es um Holzfußböden geht.

Wenn Du Dich für Parkett entscheidest, zieht ein echtes Stück Natur bei Dir ein. Hier gibt's die wichtigsten Tipps und Infos rund ums Parkett.

Wie wird Parkett verlegt?

Beim Parkett hat sich noch vergleichsweise lang die klassische Nut-und-Feder-Verlegung gehalten. Dabei werden die Dielen miteinander verleimt und dann per Schlagklotz oder Zugeisen zusammengefügt.

Der Rest der letzten Diele in der Kette ist dabei der Ausgangspunkt der nächsten Reihe; dieser „endlose Verbund“ reduziert den Verschnitt und damit die Kosten.

Egal, ob Du das Parkett selbst verlegst oder es einen Profi machen lässt: das Parkett braucht unbedingt eine Unterlage! Neben einer PE-Kunststofffolie als Abschirmung zum Estrich kommt hier meist eine 2 mm dünne Korkmatte zum Einsatz. Ein alter Teppichboden ist keine geeignete Unterlage fürs Parkett.

Parkett mit Klick-Mechanismus

Auch vor dem Parkett hat die moderne Verlegetechnik natürlich nicht Halt gemacht: Fast jedes Parkett ist heute auch zur leimlosen Klick-Verlegung erhältlich. Wie beim Laminat wird hierbei das Element mit der langen Seite eingeschwenkt und dann dort und an der Kopfseite eingerastet.

Parkett abschleifen lassen

Was für Massivholzdielen gilt, gilt auch für das Parkett: Man kann Echtholzböden durch Abschleifen ein zweites Leben verschaffen.

Im Regelfall ist die Nutzschicht einer Parkettdiele zwischen 2 und 3 mm stark, das ist mehr als genug für ein oder zwei Verjüngungsaktionen mit der Walzenschleifmaschine.

Schäden im Parkett ausbessern

Wenn das Parkett einen kleinen Kratzer oder eine Delle hat, muss es nicht gleich abgeschliffen werden. Hier hilft es meist schon, die Fläche mit erwas Schleifpapier zu glätten und es mit einer neuen Schicht Hartwachsöl zu versiegeln.

Holzboden im Bad: Kann Parkett auch Wasser ab?

Du wünschst Dir einen Echtholzboden im Badezimmer? Ja, das geht. Die richtige Holzsorte und eine fachgerechte Verlegung minimieren die Gefahr von Quellschäden.

Als Parkett fürs Bad sind Hölzer geeignet, die von Natur aus eine gewisse Resistenz gegenüber Feuchtigkeit aufweisen. Dazu gehören z. B. Eiche, Merbau, Teakholz oder Douglasie.

Bei der Verlegung muss darauf geachtet werden, dass die Fugen möglichst dicht sind und die komplette Bodenfläche waagerecht liegt – damit sich keine Wasserlachen sammeln. Das Parkett wird vollflächig auf den Boden geklebt und die Randbereiche werden mit dauerelastischer Fugenmasse abgedichtet.

Für die Oberflächenbehandlung gilt: lieber Öl oder Wachs statt Lack verwenden.

Um Fehler beim Verlegen und spätere Schäden zu vermeiden, empfiehlt es sich, im Bad den Fachmann ranzulassen.

Behalte immer die Luftfeuchtigkeit des Raumes im Auge: Sie sollte nie über 70 % liegen! Wenn Du regelmäßig lüftest und Pfützen sofort aufwischst, hast Du lange Freude an Deinem Parkett im Bad.

Wie pflege ich die Oberfläche des Parketts?

Die Holzoberfläche Deines Parketts muss geschützt werden. Natürlich ist jede Form von Holzschutz denkbar, in der Praxis unterscheidet man heute nur noch zwischen offenen und versiegelten, matten und glänzenden Oberflächen.

Den größten Marktanteil hat eine Kombination von Wachs und Öl, mit der man die natürliche Ausstrahlung und Wirkung des Holzes noch verstärken kann. Bei einer solchen offenen Oberflächenveredelung ist die Pflege – und gegebenenfalls die Renovierung – wesentlich einfacher.

Versiegelte Parkettböden sind noch etwas stabiler und unempfindlicher und eignen sich deswegen besonders für Verkehrsflächen, also Flure, Büros und Läden.
Wichtig: Frisch versiegelte Parkettflächen dürfen erst nach vollständiger Trocknung betreten werden.

Landhausdiele oder Schiffsboden – was passt zu mir?

Landhausdielen bestehen in der Deckschicht nur aus einer durchgehenden Holzlage. Bildlich kann man sich das so vorstellen, dass mit der Säge eine Holzfläche aus einem Stamm herausgeschnitten worden ist.

Deswegen bezeichnet man diese Böden auch als Einstabdielen, denn der „Stab“ ist eine durchgehende Holzreihe. Landhausdielen erzeugen also einen geschlossenen, homogenen Eindruck, der die Holzmaserung sehr gut präsentiert.

Die Dielen sind teilweise deutlich über zwei Meter lang und eignen sich ganz besonders für große, helle und repräsentative Räume.

Im Gegensatz dazu besteht der Schiffsboden aus meistens drei Stäben, also drei Holzsträngen einer Holzart, die versetzt nebeneinandergeleimt sind.

So entsteht der namensgebende Eindruck der Decksbeplankung einer edlen Segeljacht. Generell sind Schiffsböden also heterogener und etwas unregelmäßiger als Landhausdielen und wirken deswegen immer ein wenig gemütlicher und wärmer.

Schiffsböden sind daher erste Wahl für alle kleineren Räume und Wohnsituationen, in denen man keine Kälte oder Strenge aufkommen lassen will.